ROGER SCHAELI klettert "HOTEL SUPRAMONTE" auf Sardinien, Italien

Roger Schäli
Roger Schäli



Roger Schaeli (SUI) und Jonas Schild klettern mit "Hotel Supramonte" (8b, 400m, 11 Seillängen) in der Golla di Gorroppu Schlucht auf Sardinien.
Die Route gilt als eine der berühmtesten und begehrtesten Linien der Insel.
Sie wurde 1998 von Rolando Larcher und Roberto Vigiani eröffnet und im Jahr 2000 von Pietro dal Pra frei begangen und zählt zu den schwierigsten alpinen Sportkletterrouten weltweit.


Einchecken ins Hotel Supramonte


Der schweizer Alpinist Roger Schaeli versuchte bereits vor vielen Jahren sein Glück in der weltbekannten Linie "Hotel Supramonte."
Sein Versuch war eigentlich nur als Abwechslung zu einem Strandurlaub auf Sardinien gedacht. Doch die Route lies ihn nicht mehr los.
Drei Jahre später zog es ihn mit Alexandra Taistra (POL) erneut auf die Insel, um "Hotel Supramonte" zu klettern. Schaeli verletzte sich jedoch bei einem Sturz in der Route am Kinn und am Handgelenk und musste pausieren.
Nach seiner Genesung waren die Temperaturen auf Sardinien dann zu warm, um die schweren Züge zu klettern.


Zimmer frei im Hotel Supramonte


Nachdem Schaeli dann im Frühjahr 2017 mit "Mind Control" (8c/+) in Oliana seine schwerste Route gelungen war, zog es den Schweizer hochmotiviert wieder nach
Sardinien. Mit Jonas Schild (SUI) startete er erneut in die Route. Nach ein paar Tagen und beherzten Versuchen konnten sowohl Schild als auch Schaeli die Route rotpunkten!


Auschecken aus dem Hotel Supramonte


Schaeli sagt zu seiner Begehung: "Ich wusste, dass ich nur ein Chance hatte, die Route frei zu durchsteigen, wenn halbwegs gute Verhältnisse herrschen würden.
Was ich dort antraf, war alles andere wegen der Sonne und der Windstille. Ich spürte, es wird ein Kampf. Irgendwie hoffte ich innerlich, dass Jonas sagen würde, lass uns doch einfach abseilen, heute sind die Verhältnisse zu schlecht.
Jonas ließ mich jedoch schweigend kämpfen. Als es mir dann im letzten Tageslicht gelang, die "Hotel Supramonte" frei zu klettern war ich unglaublich froh und sehr erleichtert, die lange Geschichte hinter mich gebracht zu haben!"

 

 

Hier gehts zu Rogers Blog: http://www.rogerschaeli.ch/routes/2017/hotel-supramonte